Dr. Peter Grewe

CMD – Therapie

Wenn Ihr Biss entspannt ist, dann sind Sie es auch !

Der falsche Biss und die Symptome in der Zahnmedizin

A:Schmerzen im Kiefer- u. Gesichtsbereich, Ohrgeräusche und Schwindel 

Menschen, die häufig an den o.g. Beschwerden leiden, oder auch beim Kauen deutliche Knackgeräusche feststellen, haben meist Funktionsstörungen des Kauorgans und der oberen Halswirbelsäule; eine sogenannte Cranio-Cerviko-Mandibuläre Dysfunktion (CMD).
Diese Erkrankung tritt in unserer Gesellschaft recht häufig auf, bis zu 10% der Bevölkerung sind davon betroffen.
Treffen Ober- und Unterkiefer nicht in der idealen Position aufeinander so spricht man vom „falschen Biss“. Dieser kann die Ursache für Beschwerden im Kopf, Nacken- und Schulterbereich sein.

B: Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen

Die Muskeln unseres Kausystems (Zähne und Kiefergelenke) funktionieren in einer Einheit mit der Nacken- und Wirbelsäulenmuskulatur. Ist dieses Gleichgewicht gestört können Beschwerden nicht nur im Kopfbereich sondern auch entfernter auftreten.

Somit kann der „falsche Biss“ in Zusammenhang mit Symptomen stehen, die über den Bereich des Kopfes hinausgehen. Massagen, Spritzen und Schmerzmittel können Erleichterung bringen, die eigentliche Ursache ist aber dadurch häufig nicht geheilt.

C: Wirbelsäulenbeschwerden

Wirbelsäulenbeschwerden können unterhalten, verstärkt oder ausgelöst werden durch eine Störung des Zusammenspieles der Kiefergelenke, der Kaumuskulatur, dem „falschen Biss“ und der Kopfhalte- und Nackenmuskulatur.
Somit macht eine spezielle Untersuchung durch den Zahnarzt durchaus Sinn, um sicher zu stellen, ob die Beschwerden mit Störungen in Ihrem Kauorgan zusammenhängen.
Zunächst erfolgt die manuelle Diagnostik der Strukturen und der Funktion des Kopf- und Halsbereiches. Die Körperstatik und die Körperbelastung werden analysiert. Die sich anschließende instrumentelle Funktionsdiagnostik des Kauorgans in Relation zu den Schädelebenen bietet dem Zahnarzt eine moderne Messmethode zur Diagnostik, Therapie und Gesunderhaltung Ihres Kauorgans.

D: Schlafstörungen und Zähneknirschen

Schlafstörungen können u.a. durch Zähneknirschen (Bruxismus) ausgelöst werden. Der Schlafende presst dabei mit großem Druck die Zähne zusammen. Dadurch kann der Zahnschmelz zerstört und die Zähne empfindlicher werden. Die Muskulatur des Kopf- und Halsbereiches verspannt sich zunehmend bei regelmäßigen nächtlichen Pressen.
Ein erstes Anzeichen dafür ist die Abnutzung der Frontzähne. Bei nächtlichem Pressen oder Knirschen fühlt sich der Kiefer morgens oft steif und ermüdet an, oder es treten sogar Schmerzen im Gesichtsbereich auf. Nicht selten kommt es nach dem Aufstehen zu vorübergehenden Nebenerscheinungen wie gerötete Augen oder Gangunsicherheit.

So wichtig ist der richtige Biss !

Oft sind die Zähne schuldhaft beteiligt, wenn im Kopf- und Nackenbereich Muskelschmerzen durch Verspannungen auftreten oder wenn es im Kiefergelenk knackt und reibt.
Etwa zwei Drittel aller Menschen haben Funktionsstörungen im Kausystem und die vorhandene Bisslage entspricht nicht der Norm. Die richtige Stellung der Kiefergelenke und die ausgeglichene Funktion der Kopf- und Halsmuskulatur ist verlorengegangen.
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass eine Störung des Kauapparates zu Folgeproblemen im gesamten Bewegungssystem führen kann. Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Schwindel und Ohrensausen können Symptome sein. Im schlimmsten Fall kommt es zu chronischen Schmerzzuständen, die nur sehr schwer einer erfolgreichen bzw. dauerhaften Therapie zugänglich sind.

Die instrumentelle Diagnostik und die entspannte Bisslage

Es beruht auf einer instrumentellen Vermessung des Kausystems in entspannter Ruhelage und in Kaufunktion, welche sich im Praxisalltag bewährt hat. Es ist ein Verfahren zur Vermessung der Bisslage, der Ebenen des Kauorgans und des Schädels.
Der Patient führt, vom Zahnarzt angeleitet, gerichtete Kieferbewegungen aus. Anschließend wird die entspannte Bisslage (Myozentrik) ermittelt. Die registrierte Kieferbewegung, die Bisslage und die Schädelebenen werden mit Hilfe des Kausimulators im praxiseigenen Labor ausgewertet. Die instrumentelle Diagnostik dient der Früherkennung von Störungen an Kiefergelenken, Kaumuskulatur und Zähnen.

Liegen die Ursachen der Beschwerden an einer Fehlfunktion des Gebisssystems, so ist diese sehr gut behandelbar. Der entspannte bzw. therapeutische Biss wird übergangsweise ausprobiert mittels einer herausnehmbaren Aufbissschiene. Unterstützend sind manuelle Therapiemaßnahmen zur Lösung der meist chronischen und punktuellen Muskelverspannungen notwendig. Hält der beschwerdefreie Zustand auch nach der Therapie an , kann die endgültige Behandlung (ohne Schiene) erfolgen.
Als vorbeugende Maßnahme ist die instrumentelle Funktionsanalyse zur Diagnostik auch bei beschwerdefreien Personen empfehlenswert, wenn eine Neuanfertigung von Zahnersatz geplant ist. Der Zahnersatz wird dann in Bezug zu den vermessenen individuellen Kau- und Schädelebenen hergestellt und fügt sich somit störungsfrei in das Kauorgan ein.
Diese funktionsanalytischen Leistungen sind nicht Bestandteil des Leistungskataloges der gesetzlichen Krankenkasse.

Einheit von Funktion und Form im Körpersystem

Nach einer manuellen Untersuchung und der Analyse der Bisslage in Bezug zu den Schädelebenen können ursächliche Zusammenhänge der Beschwerden im Kopf- und Nackenbereich festgestellt, therapiert oder deren Entstehung vorgebeugt werden..

Ihre Sicherheit

Ein harmonischer und stabiler Biss ohne Fehlbelastungen dient dem Schutz der beteiligten Nachbarstrukturen im Kopf- und Halsbereich (Zähne, Kiefergelenkknorpel, Nerven, Bänder und Muskulatur des Kau- und Bewegungssystems).

Mit freundlichem Gruß, Dr. Peter Grewe

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