Dr. Peter Grewe

Die Entzündungsneigung

Eine überschießende Entzündungsneigung ist oftmals genetisch bedingt.

Fremdmaterialien im Mund (Metalle und Kunststoffe bei Zahnersatz, Titanimplantate) können nicht nur eine Allergie sondern auch eine immunlogisch bedingte Unverträglichkeit auslösen. Die überschießende Immunreaktion kann sich ausschließlich in einer lokalen Symptomatik äußern oder systemische Immunphänomene induzieren sowie bestehende Entzündungserkrankungen (s. CMD) noch verstärken.

Schon frühzeitig nahm man an, dass es eine genetische Prädisposition für ein Metall-assoziiertes Immunggeschehen gibt. Heute weiß man, dass die Gene für die entzündungsfördernden Botenstoffe (Zytokine) nicht bei jedem Menschen gleich sind. Einige Menschen tragen genetische Konstellationen, die zu einer überschiessenden Entzüdungsreaktion führen. Diese Menschen haben nicht nur eine erhöhte Entzündungsneigung sondern leiden auch eher an chronischen Entzündungen.

Mit einem genetischen Test können heute die für die Entzüdungsantwort wichtigsten Genvarianten (IL1, IL1RN, TNFalpha) bestimmt werden. Aus diesen kann die individuelle Entzündungsneigung von Grad 0 (geringe Entzüdungsneigung) bis Grad 4 (deutlich erhöhte Entzündungsneigung) ermittelt werden. Patienen mit Entzündungsgrad 2-4 haben nachweislich ein erhöhtes Risiko für ein Metall-assoziiertes Immungeschehen.

Ein Epikutantest auf die verschiedenen Metalle (Titan …), der lediglich die selten auftretende Allergie (Typ IV-Sensibilisierung) nachweisen würde, ist meistens zur Diagnostik nicht geeignet.

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